Mitarbeiterbeurteilung Und Zielvereinbarung

Mitarbeiterbeurteilung Und Zielvereinbarung

Autor : Christian Stöwe,anja Beenen
Geschlecht : Bücher, Business & Karriere, Personal,
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Dateigröße : 18.58 MB
Format : PDF, ePub

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Mitarbeiterbeurteilung Und Zielvereinbarung

Über den Autor und weitere Mitwirkende Christian Stöwe, Dipl.-Psychologe, ist Geschäftsführer der Profil M Beratung für Human Resources Management GmbH & Co. KG. Als Berater, Trainer und Coach beschäftigt er sich mit der Potenzialanalyse und Entwicklung von Führungskräften. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zu den Themen Mitarbeiterführung und Management Diagnostik. Neben bewährten klassischen Instrumenten entwickelt er moderne Managementformen, wie z.B. Selbst-Trainingsbücher oder web-based Trainings. Anja Beenen ist Beraterin und Geschäftsführerin der Profil M Beratung für Human Resources Management GmbH & Co. KG. Die Diplompsychologin ist seit 13 Jahren in der Qualifizierung und im Coaching von Führungskräften aktiv. Darüber hinaus hat sie in dieser Zeit zahlreiche namhafte Unternehmen und Konzerne bei der Erarbeitung und Etablierung von Personalentwicklungs- und Führungsinstrumenten begleitet. In Projekten mit deutschen und internationalen Unternehmen unterstützt sie bei der Neukonzeption und Optimierung von Beurteilungsverfahren, von der klassischen Mitarbeiterbeurteilung bis zum 360°-Feedback, sowie bei der Gestaltung von Zielvereinbarungssystemen und Potenzialanalyseverfahren. Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Die Instrumente Mitarbeiterbeurteilung und Zielvereinbarung werden in diesem Buch gemeinsam behandelt, weil es sehr viele Berührungspunkte zwischen diesen beiden Tools gibt. Sie dienen beide dazu, die Leistung von Mitarbeitern systematisch zu beurteilen. Sie ermöglichen, fair und anhand vergleichbarer Maßstäbe Rückmeldung zu geben, inwieweit Zufriedenheit oder eben Unzufriedenheitmit ihren Leistungen besteht. Aus diesen Gründen werden Mitarbeiterbeurteilung und Zielvereinbarung sehr häufig in einem gemeinsamen Mitarbeitergespräch thematisiert.Trotz dieser Gemeinsamkeiten, die sich auf den ersten Blick ergeben, und trotz der Zusammenfassung von Mitarbeiterbeurteilungen und Zielvereinbarungen in einem Gespräch, handelt es sich um zwei grundsätzlich unterschiedliche Führungsinstrumente, die sich vor allem in ihren Zielsetzungen sehr deutlich unterscheiden.WAS WIRD IN DER MITARBEITERBEURTEILUNG BEWERTET?Bei der Mitarbeiterbeurteilung bewerten Sie als Führungskraft die Arbeitsergebnisse und das Arbeitsverhalten Ihres Mitarbeiters. Sie sind aufgefordert, z. B. die Arbeitsqualität des Mitarbeiters einzuschätzen oder dessen Engagement, dessen Kundenorientierung oder dessen Teamorientierung.Dazu dient Ihnen zumeist ein Kriterienkatalog, der häufig verbunden ist mit einer Bewertungsskala, um die Zufriedenheit oder auch Unzufriedenheit bei jedem Kriterium auszudrücken. Auf diese Art können Sie mitteilen, bei welchen Kriterien Sie Stärken beziehungsweise Verbesserungsmöglichkeiten sehen (siehe Beurteilungsbogen S. 37).Unabhängig von den Kriterien ist es das Ziel, dem Mitarbeiter ein möglichst umfassendes Feedback zu seinen Arbeitsergebnissen und zu seinem Arbeitsverhalten zu geben. Somit erhält Ihr Mitarbeiter ein recht vollständiges Bild der Stärken und Verbesserungsfelder, die Sie als seine Führungskraft sehen.Neben der Beurteilung von Arbeitsergebnissen und Arbeitsverhalten ist die Führungskraft häufig auch aufgefordert, Potenziale des Mitarbeiters einzuschätzen, d. h. auch eine Aussage bezüglich der künftigen möglichen Einsatzgebiete des Mitarbeiters vorzunehmen.Aufbauend auf der Beurteilung der jetzigen Leistungen sowie der Einschätzung der Potenziale für zukünftige Tätigkeiten erfolgt schließlich in den meisten Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen eine gemeinsame Planung von Personalentwicklungsmaßnahmen, die dem Mitarbeiter dabei helfen sollen, seine Stärken auszubauen und seine Schwächen zu beheben.WAS LEISTET DAS INSTRUMENT MITARBEITERBEURTEILUNG?ZIEL 1: REGELMÄßIGE RÜCKMELDUNG AN DEN MITARBEITER GEBENZunächst geht es darum, den Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen eine Einschätzung ihrer Stärken und Entwicklungsfelder mitzuteilen.REGELMÄßIG RÜCKMELDUNG GEBENHäufig wird behauptet, dass eine Einschätzung der Stärken und Entwicklungsfelder in einer guten Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter eigentlich nicht notwendig sei, denn man rede ja ohnehin jeden Tag miteinander. Verzichten Sie dennoch nicht auf die Mitarbeiterbeurteilung! Ihre Mitarbeiter benötigen über die tägliche Rückmeldung hinaus in regelmäßigen Abständen eine zusammenfassende Einschätzung aus Ihrer Sicht.In Gesprächen mit Mitarbeitern zeigt sich immer wieder, dass der Bedarf nach einer umfassenden Rückmeldung zu Stärken und Entwicklungsfeldern sehr groß ist, denn letztlich sind die zeitnahen Rückmeldungen im Arbeitsalltag jeweils nur kurze Blitzlichter und reduzieren sich oft auf ein kritisches Feedback, denn gerade bei Mitarbeitern, die bereits länger im Team arbeiten, erscheint die Betonung von besonders positiven Arbeitsergebnissen nicht mehr so wichtig.Im Gegensatz zu diesen anlassbezogenen Rückmeldungen, können Führungskräfte das Mitarbeiterbeurteilungsgespräch ergänzend nutzen, um regelmäßig Resümee zu ziehen und Ihre Gesamteinschätzung prägnant aufzuzeigen.ZIEL 2: FAIRE BEURTEILUNGDabei verfolgt die Mitarbeiterbeurteilung ein weiteres Ziel, das darin besteht, die Beurteilung mehrerer Mitarbeiter in vergleichbarer Art und anhand der gleichen Beurteilungskriterien durchzuführen. Dadurch erreichen Sie eine faire Mitarbeiterbeurteilung und Transparenz hinsichtlich der Erwartungen an den Mitarbeiter.ZIEL 3: BEDARFSORIENTIERTE MITARBEITERQUALIFIZIERUNGEine weitere Zielsetzung der Mitarbeiterbeurteilung ist die bedarfsorientierte Qualifizierung und Förderung von Mitarbeitern. Die umfassende Beurteilung von Stärken und Entwicklungsfeldern Ihres Mitarbeiters stellt eine ideale Grundlage dafür dar, gemeinsam Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen zu planen, die genau auf dessen Kompetenzspektrum und Entwicklungsbedarf ausgerichtet sind. Stellen Sie daher ausgehend von den Beurteilungen gemeinsam mit dem Mitarbeiter einen möglichst konkreten Qualifizierungs- und Förderplan auf.ZIEL 4: EINSCHÄTZUNG DES POTENZIALSIn diesem Zusammenhang ist auch die häufig vorhandene zusätzliche Einschätzung des Potenzials des Mitarbeiters sehr wichtig. Denn Qualifizierung muss nicht zwangsläufig bedeuten, Maßnahmen zur Erweiterung der Kompetenzen für den jetzigen Aufgabenbereich zu planen. Es kann auch das Ziel sein, Personalentwicklungsaktivitäten anzustoßen, die einen Mitarbeiter auf die Übernahme neuer Aufgaben vorbereitet, sofern bei ihm zuvor dazu Potenzial erkannt wurde.ZIEL 5: ERHEBUNG DES HUMANKAPITALS IM UNTERNEHMENEine neue Bedeutung hat die Beurteilung auch im Zusammenhang mit modernen Formen der Unternehmensbewertung erhalten. Im Zuge der Reform der internationalen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards treten immaterielle Vermögenswerte bei der Bewertung von Unternehmen immer stärker in den Vordergrund.Unternehmen werden z. B. durch das Regelwerk 'Basel II' aufgefordert, ihr Humankapital zu bewerten und Wissensbilanzen zu erstellen. Der Mitarbeiter und sein Wissen sowie seine Kompetenzen werden somit nicht länger lediglich als Kostenfaktor gesehen, sondern als immaterieller Unternehmenswert. Um diesen Wert angeben zu können, wird z. B. die Professionalität des Personalmanagements anhand von Standards eingeschätzt. Hier geht es auch darum, Informationen über die Kompetenzen der Mitarbeiter zu erheben. Die Mitarbeiterbeurteilung stellt einen Weg hierzu dar.

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